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  Vogelflug-Linie      
  Mit Inbetriebnahme der Fehmarnsundbrücke am 30. April 1963 und der anschließenden Neubau-strecken von Eisenbahn und Straße erhielt die Insel Fehmarn die seit langem ersehnte , von Wind und Wasserständen unabhängige Ver-bindung mit dem holsteinischen Festland. Als damals im Winter 1962/63 jeglicher Verkehr über den Sund zum Erliegen kam, zeigte sich besonders, welche Bedeutung dieser Verbind-ung beizumessen war und ist. Darüber hinaus ist die Überbrückung des rund 1350 m breiten Fehmarnsundes als ein herausragendes Ereignis in die Verkehrsgeschichte Ostholsteins eingegangen.    
    Die bis dato abseits der großen Verkehrswege liegende Insel erlangte mit der Eröffnung der Vogelflug-Linie die Bedeutung eines Brücken-kopfes im Verkehr mit den nordischen Ländern. An diesem 30. April 1963 wurde die Eisenbahn - Sundfährverbindung eingestellt, deren deutsche Fährschiffe "Fehmarn" und "Schleswig-Holstein" mitsamt dem früheren Dampfschiff "Fehmarnsund" fast 60 Jahre lang Inselbewohner und Besucher sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Handelsgut aller Art, früher auch große Mengen an Vieh, sicher über den Sund befördert haben.  
  Für die Bauarbeiten mußten mehr als 300.000 t Baustoffe, Geräte und Maschinen zur Insel transportiert werden. Die Fehmarnsundbrücke ist das Hauptstück der Vogelflug-Linie, die mit ihren umfangreichen Bahnhöfen und Hafenanlagen, den Brückenbauten sowie den Neubaustrecken von Eisenbahnen und Straßen zu den größten Nachkriegsbauvorhaben Deutschlands und Dänemarks zählt.      
      Zum Eisenbahnprojekt gehörten auf deutscher Seite damals folgende Großbauvorhaben: Eine 18 km lange eingleisige Hauptbahn Großenbrode-Puttgarden mit Umbau der Bahnhöfe Großenbrode und Burg, Die 963 m lange Eisenbahn- und Straßenhochbrücke über den Fehmarnsund mit ihren 330 m und 110 m über die Ufer greifenden Brückenrampen.  
  Der Fährbahnhof Puttgarden wurde mit über 22 km Gleisen und 145 Weichen konstruiert und mündet im Fährhafen Puttgarden. Außerdem wurde die Bundesstraße 207, die bis dahin in "Großenbroder Fähre" endete, von Heiligenhafen ab neu gebaut und über die Sundbrücke bis Puttgarden geführt. Die Straßenverhältnisse im Raum Oldenburg verbesserten sich in dieser Zeit durch den Bau einer Umgehungsstraße. Die eingleisige Hauptbahn wurde von Großenbrode bis Puttgarden um rund 18 km verlängert. Über die Insel verlaufen Bahn und Straße nebeneinander. Vom Fährbahnhof Puttgarden aus führt eine ca. 19 km lange Fährroute über den Fehmarnbelt nach Rödby, dem Fährbahnhof der dänischen Insel Lolland. Im Zuge dieser Bauarbeiten wurde auf deutscher Seite am Fährhafen Puttgarden das international bekannte Hotel Dania mit 8 Stockwerken errichtet. Es liegt optimal in ruhiger Lage an der Vogelflug-Linie und ist der ideale Stopp für Reisende aus und nach Skandinavien.    
      Den 1350 m breiten Fehmarnsund überqueren Bahn und Straße auf der 963,40 m langen Fehmarnsundbrücke. Deren 23 m hohe Rampen greifen um 330 m vom Festland aus und 110 m von der Insel aus über die Ufer ins offene Wasser. Für das in etwa dreijahriger Bauzeit errichtete Brückenbauwerk waren einschließlich Rampenbauten rund 50 Mio. DM aufzuwenden. Die Gesamtkosten für den Bau der Vogelflug-Linie betrugen auf deutscher Seite 210 Mio. DM. Auf dänischer Seite wurden ca. 80 Mio. DM ausgegeben.